Fragen und Antworten zum Verein

Auf dieser Seite findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen zu unserem aufstehen Basis-Trägerverein in Mecklenburg-Vorpommern.

Wenn deine Frage nicht dabei sein sollte, dann …

(Hinweis: Klicke einfach auf die folgenden Fragen, um die ausführliche Antwort zu lesen.)

Warum habt ihr einen Verein gegründet?

Wer sich im gesellschaftlichen Leben aktiv einbringt, unterliegt auch jeder Menge Verantwortung und Risiken. Dazu gehört beispielsweise die rechtliche Verantwortung für den Internet-Auftritt, die rechtliche Verantwortung für die Veranstaltung von Ortstreffen, Vorträgen und Demonstrationen, und … und … und …

Ohne Rechtsträger trägt diese Lasten eine einzelne Person. Das ist jedoch unverantwortlich und unfair; nicht nur diesen Einzelpersonen gegenüber, die solche hohen Risiken für alle anderen mittragen; sondern auch jenen gegenüber, die sich ebenfalls einbringen wollen, dies aber aus Furcht vor rechtlichen Konsequenzen nicht tun.

Deshalb ist ein „Verein“ die sinnvollste Lösung: Er kann nun gemeinschaftlich die Lasten und Risiken tragen. Und er kann gemeinschaftlich die Verantwortung übernehmen.

Warum ist das ein Trägerverein?

»Warum habt ihr einen Trägerverein und keinen „normalen“ Verein gegründet?«

Zunächst einmal: Ein Trägerverein und ein „normaler“ Verein unterscheiden sich rechtlich überhaupt nicht. Beides sind „normale“ Vereine.

Wir wollen aber schon im Namen kenntlich machen, dass wir uns nicht als, salopp gesagt, klassischer „Karnickelzüchter-Verein“ verstehen, in den man eintreten muss, um mitmachen zu können. Vielmehr wollen wir damit deutlich machen: »Dieser Verein TRÄGT die rechtlichen Lasten für dich, mich, uns! Nicht mehr. Nicht weniger.«

Man kann in diesen Verein eintreten. Man muss aber nicht. Wenn man in unseren Ortsgruppen von AUFSTEHEN aktiv sein will, braucht man keinen Mitgliedsausweis und keinen Mitgliedsbeitrag. Stattdessen braucht man nur genügend Wut im Bauch und Verstand im Kopf, um aufzustehen und gemeinsam mit uns die Politik wieder sozialer und friedlicher zu machen.

Und um unseren Mitstreitern trotz „fehlender Mitgliedschaft“ die Möglichkeit zu geben, völlig gleichberechtigt mit den Mitgliedern des Vereins aktiv werden zu können, haben wir uns eben entschlossen, einen schlanken Trägerverein zu gründen. Kein „Vorrecht durch Mitgliedschaft“; kein „Nachteil durch Nicht-Mitgliedschaft“. Der Verein ist nur ein rechtlicher Träger. Sonst nichts.

Ist das ein anderer Trägerverein als der von Aufstehen?

Rechtlich: Ja. Inhaltlich: Nein.

Dieser Verein ist „unser“ Verein. Er ist ausschließlich für die im Verein vertretenen AUFSTEHEN-Ortsgruppen in Mecklenburg-Vorpommern gedacht und verantwortlich.

Trotzdem gehört er zu AUFSTEHEN. Dieser Verein versteht sich ALS TEIL DER SAMMLUNGSBEWEGUNG „AUFSTEHEN“. Er unterstützt den Gründungsaufruf der Bewegung und wurde in diesem Rahmen – dem Aufruf zur Gründung also folgend – gegründet. Und er sucht die enge Kooperation mit dem „großen“ Trägerverein von Aufstehen in Berlin (Aufstehen Trägerverein Sammlungsbewegung e.V.).

Er ist jedoch rechtlich und strukturell unabhängig vom Trägerverein der Sammlungsbewegung in Berlin. Und er handelt ausschließlich eigenverantwortlich.

Warum habe ich von diesem Trägerverein im Vorfeld nichts gehört?

Weil du es vielleicht nicht verfolgt hast? Die Diskussion über Satzung und Aufgaben des Vereins wurde unter anderem in unserem Forum geführt. Zum M-V-weiten Treffen waren alle Interessierten aus jeder Ortsgruppe eingeladen. Der Termin wurde sowohl auf dieser Internetseite als auch in der Facebook-Gruppe veröffentlicht.

Ist es von Bedeutung, dass ich erst im Nachhinein davon erfahre?
Nein, denn der Verein ist als reiner Trägerverein konzipiert:

  • Es gibt keine Mitgliedschafts-Pflichten.
  • Es gibt keine Sonder-Rechte durch die Mitgliedschaft.
  • Und der Verein hat keinerlei Rechte, in die Autonomie der Ortsgruppen einzugreifen.

Tatsächlich wäre es also überhaupt nicht schlimm, wenn du „niemals“ etwas von diesem Verein hören würdest. Denn er beeinflusst oder beeinträchtigt deine Aktivitäten in deiner Ortsgruppe nicht im Geringsten.

Und er nimmt auch keinerlei Einfluss auf deine Ortsgruppe als Gesamtheit. Du und deine Ortsgruppe – ihr seid auch weiterhin völlig frei in euren Entscheidungen. Selbst die Entscheidung, die Angebote des Trägervereins nicht zu nutzen, könnt ihr völlig frei treffen.

Welche Aufgaben hat der Verein?

Die konkreten Aufgaben des Vereins kannst du der Satzung unseres Vereins entnehmen.

Im Wesentlichen geht es uns um die folgenden Aufgaben:

  • Übernahme der rechtlichen Verantwortung für Plattformen (wie diese Webseite, das Forum, die Bunte Westen Webseite, die Fanpage, etc.)
  • Übernahme der rechtlichen Verantwortung für Aktionen (wie beispielsweise Ortstreffen, Vorträge, Demos, etc.)
  • Enge Vernetzung der AUFSTEHEN-Ortsgruppen in Mecklenburg-Vorpommern
  • Vernetzung mit anderen Gruppen, Organisationen und Vereinen, die ähnliche oder gleiche Zwecke, wie sie im Gründungsaufruf der Sammlungsbewegung stehen, verfolgen

Dieser Verein ist NICHT dazu da, die Ortsgruppen zu lenken oder zu beeinflussen.

Der Verein schränkt die demokratische und organisatorische Gestaltungsfreiheit der von ihm vertretenen Ortsgruppen in keiner Weise ein. Im Gegenteil: Erst durch die rechtliche Absicherung erhalten die Gruppen die Freiheit, sich zu entfalten und zu entscheiden, wie sie sich organisieren und strukturieren wollen, ohne bürokratisch-formale Kriterien beachten und einhalten zu müssen.

Deshalb haben wir unseren Verein ganz gezielt als TRÄGER-Verein aufgebaut. Und selbst das können wir, wenn wir zukünftig andere Wege gehen wollen, noch ändern.

Wenn also die Ortsgruppen zukünftig entscheiden, eigene rechtliche Strukturen aufbauen zu wollen, KÖNNEN sie dies unter dem Dach des landesweiten Trägervereins machen. Doch auch das MÜSSEN SIE NICHT, wenn sie sich für andere Wege entscheiden sollten.

Warum gründet nicht jede Ortsgruppe ihren eigenen Verein?

Das entscheidet jede Gruppe selbst.
Jede Ortsgruppe kann einen eigenen Verein gründen. Muss aber nicht.

Insbesondere nicht, wenn sie den Verein vor allem wegen der rechtlichen Absicherung gründen wollen würde.

Jede Eintragung eines Vereins als e.V. sowie jede einzelne spätere Anpassung einer Vereinssatzung ist mit Aufwand (Satzung entwerfen, prüfen, drucken), Zeit (Fahrt zum Notar und zum zuständigen Amtsgericht) und Geld (Bezahlung von Notariats- und Gerichtskosten, Fahrtkosten, Druckkosten, Versicherungskosten) verbunden. Diese Kosten belaufen sich je Verein auf ca. 300-350 EUR. Bei sieben einzelnen Lösungen wären das dann schon fast 2.500 EUR. Dieses Geld kann besser investiert werden im Sinne der Sammlungsbewegung.

Der Trägerverein minimiert Investitionen in Aufwand, Zeit und Geld.

Unabhängig davon gilt: Wenn Ortsgruppen sich entscheiden, eigene Vereine zu gründen, können sie sich unter das Dach des Trägervereins stellen; oder „daneben“ stehen. Auch das ist völlig ihre Entscheidung. Auch da greift der Trägerverein nicht ein. Er sichert die Internetseiten ab. Und er macht ein Angebot, den Aufwand, Zeit und Geld zu verringern. Wenn einzelne oder alle Ortsgruppen das nicht wollen, müssen sie es nicht annehmen.

Wie sind die Ortsgruppen im Verein repräsentiert?

Jede Ortsgruppe stellt derzeit ein Mitglied im Vorstand/Beisitz.

»Warum sind nicht alle Ortsgruppen im Vorstand?«

Das hat formal-rechtliche Gründe: Jede Änderung der Satzung muss notariell beglaubigt und im Vereinsregister eingetragen werden. Nicht nur die erste Eintragung als e.V., sondern auch jede einzelne Änderung ist also mit Zeit (Fahrten nach Neubrandenburg), Aufwand (Rechtsgültigkeit der Satzung prüfen, drucken) und Geld (ca. 100-150 EUR für Notar und Amtsgericht) verbunden. Deshalb gehen wir einen anderen Weg:

Wir haben uns den schlankest-möglichen Vorstand geschaffen. Üblicherweise müssen das drei Personen sein: Vorsitzender, Stellvertreter, Schatzmeister. Nun brauchen wir nur personelle Änderungen bei diesen drei Funktionen kostenpflichtig anzeigen.

Darüber hinaus haben wir Beisitzer des Vorstands. Diese werden von den „restlichen“ Ortsgruppen besetzt. Und sie haben dieselben Rechte:

Der Vorstand und seine Beisitzer können NUR GEMEINSAM im Verein wirken.

Doch personelle Änderungen – etwa, wenn eine neue Ortsgruppe dazu kommt, oder, wie es leider im letzten Dezember der Fall war, eine treibende Kraft einer Ortsgruppe plötzlich verstirbt und die Ortsgruppe sich anderen Ortsgruppen anschließt, also als selbständige Einheit auflöst – brauchen wir nun nicht mehr kostenpflichtig anzeigen.

So können wir sehr viel flexibler auf mögliche Veränderungen in den Strukturen reagieren und die Gleichberechtigung aller Mitglieder und Vertretenen in den Ortsgruppen wahren.

MUSS man Mitglied werden, um mitmachen zu können?

Nein. Genau deshalb haben wir ja ausdrücklich einen TRÄGER-Verein gegründet.

Man kann Mitglied werden. Man muss aber nicht.

Schon der Begriff der „Sammlungsbewegung“ gebietet, dass keinerlei „Zwangs-Mitgliedschaften“, wie in Parteien, existieren dürfen: Kommt einfach zu unseren Ortsgruppen-Treffen, nehmt an Demos und Aktionen teil, bildet euch gemeinsam mit uns weiter und diskutiert und entscheidet mit uns gemeinsam, wie wir unsere Ziele durchsetzen können! Und macht das genau in dem Maß, das ihr für euch selbst vertreten könnt und wollt!

Falls ihr von der Idee dieses Trägervereins nicht angetan seid, ignoriert ihn einfach und freut euch, dass ihr nicht die Verantwortung für Internet & Events tragen musstet und auch zukünftig nicht tragen müsst. Um mehr braucht ihr euch nicht zu sorgen.

Mit oder ohne Mitgliedschaft in unserem Trägerverein: Wir haben alle die gleiche Stimme. Wir haben alle das gleiche Recht darauf, uns einzubringen und die Politik dazu zu bewegen, endlich wieder sozialer und friedlicher zu werden.

KANN man im Verein Mitglied werden?

Natürlich kann man im Verein Mitglied werden. Man muss aber nicht.

Es besteht keine Notwendigkeit, in den Verein einzutreten, weil sich daraus keine Vorteile ergeben. Wichtig ist nur, dass der Verein als rechtlicher Träger existiert. Er hat keinerlei Entscheidungs- oder Weisungsbefugnis den Ortsgruppen gegenüber.